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GSP-Schulschiff glückt grandiose Jungfernfahrt

GSP-Stapellauf des zweiten Drachenbootes geglückt. Tolles Schönberger Schul-Projekt findet Höhepunkt auf dem Passader See.

Es war am vergangenen Mittwoch der wohl perfekte Stapellauf. Auf dem Passader See wurde in einer großen Feierstunde das zweite Drachenboot der Gemeinschaftsschule Probstei (GSP) in Schönberg zu Wasser gelassen und unter den Augen zahlreicher Eltern von den Schülern der Klasse 7c und ihrer Klassenlehrerin Maike Wuttke in Beschlag genommen. In dem knalligen Grünton passte sich das Boot gleich wie angegossen der herrlichen Natur am Passader See an.

Zwei Jahre lang hatte GSP-Techniklehrer Bernd Unstaedt mit zahlreichen Schülergruppen der siebten bis zehnten Klassenstufe an dem zweiten Drachenboot der Schule gebaut. Das neue GSP-Traumschiff ist neun Meter lang und 1,16 Meter breit. Es wiegt knapp über 90 Kilogramm und besteht aus einem mit einem strapazierfähigen Segeltuch überzogenen Holzgerüst. Für die langen Holzteile wurde wegen der absoluten Astfreiheit die Holzart Carolina Pipe verbaut, die Spanten und Sitzbänke wurden aus Eschen- und Kiefernholz gefertigt.

Seit seinem vierzehnten Lebensjahr beschäftigt sich GSP-Lehrer Bernd Unstaedt mit dem Bootsbau und hat im Referendariat auch seine Examensarbeit darüber verfasst: „Der Konstruktionsansatz unserer nun zwei GSP-Boote hat seinen Ursprung in der Bauweise traditioneller Grönland-Kajaks, nur dass die viel kleiner sind und ein Verdeck haben. Heute ist ein großartiger Tag für die Schule und mich. Das Boot hat seine Jungfernfahrt mit Bravour bestanden. Zusammen mit dem ersten Boot können wir nun noch besser für die vielen Wettkämpfe trainieren und auch mal schuleigene Rennen fahren“, strahlte Bernd Unstaedt und dankte besonders seinen Förderern von der Sparkasse und der Firma LANCO - Dr. Lange GmbH & Co. KG aus Hannover, die das Segeltuch gesponsert hatten.

Einen besonderen Grund zur Freude hatten die Schüler der Klasse 7c. Durch eine großzügige Spende aus dem familiären Umfeld der Klasse konnte der riesige Wanderpokal, den die Klasse im vergangenen Spätsommer bei einer großen Regatta auf der Kieler Förde gewonnen hatte, als Duplikat ein zweites Mal übergeben werden. „Das ist eine tolle Überraschung, den originalen Wanderpokal mussten wir an den Veranstalter zurück geben, nun haben wir für die gesamte Schulzeit eine prächtige Erinnerung an diesen sensationellen Erfolg“, sagte GSP-Klassenlehrerin Maike Wuttke.

Und damit nicht genug: Beide Drachenboote der GSP können auch im Winter in Passade sicher beherbergt werden. Für die Lagerung haben sich der ehemalige GSP-Schüler Tom Tuschy, selbst am Bootsbau beteiligt und erfahrener Steuermann, und seine gesamte Familie Göttsch/Tuschy bereit erklärt. „Die Zusammenarbeit hier in Passade ist beispielhaft. Wir können unsere Schul-Boote in einer trockenen Scheune unterbringen, dafür ein ganz herzliches Dankeschön“, sagte Bernd Unstaedt zum Abschluss eines goldenen Schultages. (Lü)

"Grenzen überwinden" mit der GSP

GSP-Schüler aus Schönberg erleben innerdeutsche Geschichte in Schlagsdorf.

„Wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit verstanden haben“. Unter diesem Motto reisten am vergangenen Freitag sechs Schüler aus der Oberstufe der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg ins Grenzhus nach Schlagsdorf (Nordwestmecklenburg) an die ehemalige innerdeutsche Grenze. Zusammen mit GSP-Schulleiter Timo Hepp, GSP-Geschichtspädagogin Inga Asmussen und Schülern aus Schlagsdorf, Rostock und Lübeck nahmen die Schönberger an der Veranstaltung „Grenzen überwinden“ teil. Die hatten passend zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung die beiden Bildungsministerinnen Karin Prien (Schleswig-Holstein) und Bettina Martin (Mecklenburg-Vorpommern) initiiert. Beide Ministerinnen waren da natürlich auch persönlich vor Ort und kamen mir den Schülern beider Bundesländer intensiv ins Gespräch. So berichtete Bettina Martin den interessierten Schülern, dass sie am Tag des Mauerfalls im Jahr 1989 „auf der Mauer getanzt“ hat, während ihre Kollegin Karin Prien erzählte, dass sie vor Freude an diesem geschichtsträchtigen Tag „weinend vorm Fernseher“ gesessen hat.

Das Grenzhus in Schlagsdorf ist die bedeutendste museale Einrichtung und ein wichtiges Informationszentrum für die innerdeutsche Grenze. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Standards wird hier die Geschichte der innerdeutschen Grenze festgehalten, erforscht und mit zahlreichen Veranstaltungen vermittelt. Zentraler Ausgangspunkt ist da der Respekt vor den Opfern des DDR-Grenzregimes. Eingebettet wird die Geschichte der Grenze in Mecklenburg aber auch in einen gesamtdeutschen und europäischen Zusammenhang.

Über viele Wochen hatten sich die Schönberger im Unterricht zusammen mit ihrer Lehrerin Inga Asmussen mit der Thematik beschäftigt und darüber kleine Zeichnungen und sehr ansprechende Essays verfasst. „Also reißt eure Grenzen ein, denn nur so könnt ihr Grenzenloses tun“, lautet da beispielsweise ein Fazit, das Raphael Faust und Till Schumacher in einem Essay mit ihrer Arbeitsgruppe verfasst haben. „Meine Schüler hat das Thema sehr interessiert, obwohl sie ja auch einer Generation kommen, die nicht persönlich mehr mit der Teilung Deutschlands konfrontiert waren. Die Reise nach Schlagsdorf war nochmal ein Höhepunkt und besonders lehrreich. Das konnte auch GSP-Schulleiter Timo Hepp bestätigen. „Das Grenzhus in Schlagsdorf ist ein eindrucksvolles Beispiel für das Lernen an einem anderen Ort. Hier wird Geschichte lebendig und für Schüler besonders gut nachvollziehbar.“ (Lü)

GSP trainiert für Olympia

Ein Artikel von Astrid Schmidt, Kieler Nachrichten (herzlichen Dank!)

GSP trainiert für Olympia – nach der Corona-Pause das erste Sportfest an der Gemeinschaftsschule.

GSP beteiligt sich mit Spaß-Leichtathletik am bundesweiten Aktionstag „Jugend trainiert – gemeinsam bewegen“. 

Bundesweite Aktion setzt Zeichen für den Schulsport – Die Gemeinschaftsschule Probstei ist dabei – 290 Schüler mit Spaß beim Sportfest.

Nach einer Zwangspause von über einem halben Jahr gab es in Schönberg wieder ein Sportfest. Unter dem Motto „GSP trainiert für Olympia“ beteiligte sich die Gemeinschaftsschule Probstei am bundesweiten Aktionstag „Jugend trainiert – gemeinsam bewegen“.

Besser hätte das Wetter nicht passen können. Die Sonne strahlte über dem Sportplatz an der Gemeinschaftsschule Probstei. Die Mädchen und Jungen gaben an sechs Stationen aus dem Bereich der Leichtathletik alles. Eines stand ganz oben über dem Tag: Die Freude, sich endlich wieder sportlich messen zu können. Dass das alles ganz corona-konform ablaufen konnte, organisierten die Sportlehrerin Gönna Gabriel und Referendarin Tine Kaphengst. „Wir müssen vor allem darauf achten, dass sich die Kohorten nicht durchmischen“, nannte Tine Kaphengst eine der Herausforderungen. Beste Voraussetzungen dafür bieten der Sportplatz und die neue Tribüne (KN berichtete), die unter anderem auch zum Freiluft-Klassenzimmer wurde.

Die Weitsprunggrube lockte ebenso wie die Slalomstrecke, an der Zielsicherheit gefragt war. Mit einem Fahrradreifen hatten die Schüler möglichst einen der aufgestellten Hütchen zu treffen. Um eine gute Technik ging es beispielsweise an der Wurfstrecke. Doch eines stand bei diesem Sportfest ganz oben an: Der Spaß. „Es geht nicht um Leistung, sondern vor allem um Gemeinschaftssinn und Teamarbeit, um Spaß und den Wettkampf“, sagte Schulleiter Timo Hepp. Es seien durch die Corona-Pandemie alle Wettkämpfe abgesagt worden und das fehle den Schülern einfach, so der Schulleiter. Inhaltlich standen die grundmotorischen leichtathletischen Disziplinen Laufen, Werfen, Springen im Fokus, wie Konrektor Heiko Lükemann und Fachschaftsleiter Sport erklärte. Während er ansonsten für die sportlichen Veranstaltungen verantwortlich zeichnet, habe er in diesem Fall die Organisation an den Lehrernachwuchs abgegeben, wie er betonte. Als Ausbildungsschule hat die GSP derzeit zehn Referendare.

Mit dieser Spaß-Leichtathletik-Olympiade beteiligt sich die GSP als eine von 1273 Schulen am heutigen bundesweiten Aktionstag und folgt damit dem Aufruf des Büros von „Jugend trainiert für Olympia“. Denn eigentlich sollte in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen der Bewegung „Jugend trainiert von Olympia“ auf Bundesebene groß gefeiert werden. Wie berichtet, ist die Gemeinschaftsschule Probstei im Sportbereich breit aufgestellt und beteiligt sich an dem bundesweiten Wettbewerb seit Jahren mit großem Erfolg. Jeder Schüler erhielt eine Urkunde, jede Klasse einen Pokal.