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GSP hat tolle neue Schülersprecher

GSP in Schönberg hat ein neues Schülerparlament.

Die Gemeinschaftsschule Probstei (GSP) in Schönberg hat ein neues Schülersprecherteam. Antonia Bernhardt, Haakon Draasch, Mathis Guerke und Mia Marten (alle 11b) vertreten ab sofort die Interessen und Bedarfe der über 1000 Schönberger GSP-Schüler. Die werden zudem vertreten durch das neu gewählte Schülerparlament, das aus 46 Klassensprechern und ihren Vertretern besteht. Die Wahl zu den Verbindungslehrern konnten die GSP-Pädagogen Antje Majewski und Tobias Stauske für sich entscheiden.

„An unserer Schule ist Mitbestimmung durch Eltern und Schüler ein hohes Gut, das aktiv gelebt wird. Wir arbeiten auf allen Ebenen vertrauensvoll und konstruktiv zusammen. Ich freue mich nun auch auf die Zusammenarbeit mit den neuen Schülersprechern, die sich bereits sehr engagiert zeigen“, sagte GSP-Schulleiter Timo Hepp.

Drei Teams hatten sich als Schülersprecher zur Wahl gestellt. Antonia Bernhardt, Haakon Draasch, Mathis Guerke und Mia Marten konnten sich letztlich mit ihrem Programm durchsetzen. „Wir haben alle vier großen Spaß mit Menschen zu arbeiten und Sachen zu regeln und zu organisieren. Ich arbeite so schon auf Kreisebene auch bei der Jugendfeuerwehr“, sagt Mia Marten, stellvertretend für die vier Elftklässler. Und ihre Ideen und angedachten Projekte können sich durchaus sehen lassen. „Wir möchten eine Finanz-AG auf die Beine stellen, um unseren Mitschülern den Umgang mit Geld zu erleichtern. Wir wollen präventiv gegen eine Schuldenfalle informieren, Fördermittel wie Stipendien und BAföG bekannt machen und vieles mehr“, sagt Antonia Bernhardt. Und ihr Vorstandskollege Mathis Guerke ergänzt: „Wir wollen die Jugendbegegnung mit Älvdalen und Haljala wiederbeleben, einen Austausch mit einer spanischen Schule entwickeln, wollen Randsportarten stärken und eine Mecker- und Ideenbox für unsere Mitschüler installieren.“

Auch den Einsatz für eine Elektroladestation, die Verbesserung der Parkplatzsituation und eine Verbesserung der Busverbindung nach der achten und neunten Stunde stehen im Wahlprogramm. Natürlich wird der etablierte und beliebte Nikolausverkauf im Dezember und der Rosenverkauf zum Valentinstag, den die vorherigen Schülersprecher eingeführt haben, fortgesetzt. „Verändern und Mitgestalten kann man besonders dann, wenn man an der Spitze steht!“ lautet das Motto der jungen GSP-Schülervertreter.

Und über einen ersten Erfolg in Zusammenarbeit mit dem Schulträger und der Schulleitung dürfen sich die vier engagierten Oberstufenschüler schon heute freuen. Ihr Vorschlag, auf den Mädchentoiletten Kästen mit Hygienebedarf für Mädchen zu installieren, fand bei der Schulbereisung in der vergangenen Woche so großen Anklang, dass diese bereits bestellt sind und in den kommenden Tagen bestückt und angebaut werden. Dieser erste kluge Einsatz hat sich also bereits gelohnt. (Lü)  

Magischer Mauerfall an der GSP

Gemeinschaftsschule Probstei gestaltete einen Tag der Demokratie – Höhepunkt: der Mauerfall.

Zeitreise in die jüngste Deutsche Geschichte für 44 Klassen – Zeitzeugen berichteten.

Der große Demokratie-Tag an der Gemeinschafsschule Probstei in Schönberg war dem Leben in, mit und nach der DDR gewidmet. Eigentlich sollte dieser Projekttag bereits im vergangenen Jahr stattfinden, doch Corona machte dem Vorhaben, wie so vielem, einen Strich durch die Rechnung. Doch alle Akteure, Lehrer, Schüler, Zeitzeugen waren jetzt mit Begeisterung dabei und holten das Verschobene nach. Ein ganzer Tag war dem Leben in, mit und nach der DDR gewidmet. Ein Schwerpunkt dabei waren die Berichte von Zeitzeugen, ein weiterer die große Ausstellung in der Aula, gestaltet und erläutert vom 12. Jahrgang, ein dritter der Mauerfall.

Es war für alle Beteiligten eine spannende Zeitreise in die jüngste deutsche Geschichte. Für die Schülerinnen der 44 Klassen von der fünften bis zum 12. Jahrgang war es eine besondere Erfahrung, die Menschen, die in der ehemaligen DDR gelebt und gearbeitet hatten, aufgewachsen waren, direkt nach ihrem Alltag ausfragen zu können. Vor allem für die unteren Jahrgänge war es kaum vorstellbar, kein Smartphone, ja nicht einmal einen Festnetzanschluss, oder gar Netflix zu haben. Das Thema Konsum nahm ebenso Raum ein, wie der Alltag als Jugendlicher im DDR-Staat. Sie erfuhren, wie ein politisches System auf alle Bereiche Einfluss genommen hat, die persönliche und berufliche Entwicklung seiner Menschen begrenzt hat. Zeitzeugen aus allen Altersgruppen, teilweise auch vermittelt vom Zeitzeugenbüro der Bundesstelle zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, erzählten bereitwillig aus ihrem Leben. „Es ist toll, dass die Schule so etwas macht und wir die Möglichkeit haben, den jungen Leuten etwas über die Zeit damals zu berichten“, sagte Gabriele Berthold aus Brandenburg und seit 2007 in Laboe zu Hause. Auch die Schüler zeigten sich beeindruckt. „Es ist unsere Vergangenheit, mit der wir uns beschäften. Es ist ist interessant, einen Blick in die damalige Zeit hinein werfen zu könne“, sagte Lewin Jahn aus Prasdorf. Der Zwölfklässler gehörte zu den Mitorganisatoren, die unter Regie von Inga Asmussen, Kreisfachberaterin für kulturelle Bildung, und Katharine Klein-Rathke, die selbst im Osten Berlins gelebt und studiert hatte. Sie appellierte an alle: „Wenn einer eine Mauer bauen will: Sagt Nein!“. Dieser Appell ging einer sehr emotional gehaltenen Inszenierung des Mauerfalls voraus, der als Höhepunkt für alle Beteiligten den Demokratie-Tag beschloss. Zur Musik von Carmina Burana und Original-Passagen von Politikern trugen SchülerInnen Stück für Stück der Mauer ab, so dass es langsam Licht wurde, bis schließlich der große Sturm die Mauer zum Einsturz brachte. Und wie im Leben: Viele sicherten sich ein Stück dieser besonderen Mauer. Ein riesiges Dankeschön an alle Organisatoren gab es von Schulleiter Timo Hepp. (Astrid Schmidt, Kieler Nachrichten)

GSP ist nun Modelschule für Niederdeutsch

Gemeinschaftsschule Probstei erneut Vorreiter im Kreis Plön.

Als erste weiterführende Schule im Kreis Plön wird die GSP in Schönberg Modellschule für Niederdeutsch!

Ein willkommener Besuch: Karen Nehlsen, Landesfachberaterin für Niederdeutsch und Koordinatorin für Minderheitensprachen im Kultusministerium des Landes Schleswig-Holstein, und Claudia Siemsen, Kreisfachberaterin für Niederdeutsch, hatten bei ihrem Besuch am Montag eine Menge im Gepäck. Sie überreichten den SchülerInnen von Susanne Wieghorst und Sünje Lauer neue Unterrichtsmaterialien für ihren Plattdeutschunterricht und Schulleiter Timo Hepp ein Schild für das Schulgebäude. Darauf ist zu lesen, dass die Gemeinschaftsschule Probstei nun eine „Modellschule Niederdeutsch“ ist und als Botschaft für alle verkündet es: „Wi snackt Platt“.

Einher geht mit dieser Übergabe die Zertifizierung der Schule als Modellschule Niederdeutsch, der ersten Schule mit Sekundarstufe ein, die diesen Titel trägt. Auf Anregung von Karen Nehlsen, die landesweit die Modellschulen für Regional- und Minderheitensprachen betreut, hatte Schulleiter Timo Hepp nicht lange gezögert und zugesagt: Die Gemeinschaftsschule Probstei ist mit von der Partie. 13 SchülerInnen hatten sich auf Anhieb gemeldet, um dabei zu sein. Wenn ihre MitschülerInnen schon frei haben, büffeln sie nun eine weitere Fremdsprache. Ein Ziel haben sie sich schon gesetzt: Wenn der nächste plattdeutsche Vorlesewettbewerb startet, sind die Schönberger dabei. Damit nicht genug: Sie wollen auch gewinnen, wie Timo Hepp zuversichtlich ankündigte. „Wir haben damals schon festgestellt, dass es hier in der Region eine Menge Kinder gibt, die von Hause aus Zugang zur plattdeutschen Sprache haben. Da lohnt es sich, etwas zu machen“, sagte Susann Wieghorst. Sie hat gemeinsam mit Sünje Lauer den Plattdeutsch-Unterricht übernommen, acht Lehrerstunden bekommt die Schule als Modellschule zu ihrem Deputat an Unterrichtsstunden oben drauf. Die stehen den Schülern ausschließlich für den Plattdeutsch-Unterricht zur Verfügung. Materialen nutzen die Lehrkräfte teilweise aus Niedersachsen, aber auch für Schleswig-Holstein kommt nun ein neues Buch, weitere sind in Arbeit, wie Karen Nehlsen vom Land sagte. Sie hatte auch andere Unterrichtsmaterialien mitgebracht, die den Schülern das langsame Erlernen der Grundbegriffe erleichtern. Denn keiner von ihnen hatte bisher in der Grundschule Plattdeutsch-Unterricht. „Das wäre das Ideale, so wünschen wir es uns eigentlich“, sagte Claudia Siemsen. Sie ist selbst aktive Schauspielerin der Niederdeutschen Bühne, Grundschullehrerin und Kreisfachberaterin für Niederdeutsch im Kreis Plön. Doch sie weiß auch, dass es kaum leistbar ist für Schulen, einen verlässlichen Plattdeutschunterricht anzubieten, weil „einfach die Lehrkräfte fehlen“. Deshalb gibt es im Kreis Plön auch lediglich drei als Modellschulen ausgewiesene Grundschulen (Blekendorf, Wankendorf und die Friedrich-Ebert-Schule in Preetz), Gemeinschaftsschulen oder Gymnasien gab es bislang noch nicht. Timo Hepp erklärte allerdings auch, dass man kaum Spielräume habe, um zusätzliche Unterrichtsangebote zu schaffen. „Aber wir haben es möglich gemacht, weil wir es wollen“, so Hepp. Für Jesper, Selina, Sofia, Zoè und die anderen SchülerInnen ist das ein tolles Angebot, wie sie sagen. Sie sind hoch motiviert, freuen sich auf eine neue Sprache, die in großen Teilen bei ihnen zu Hause von Großeltern und Eltern schon gesprochen wird. (Astrid Schmidt, Kieler Nachrichten)