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GSP nimmt an der Juniorwahl teil

Üben und Erleben von Demokratie. GSP geht bei der Juniorwahl an die Urne.

Die mit Spannung erwartete Bundestagswahl findet am kommenden Sonntag statt. An der Gemeinschaftsschule Probstei (GSP) in Schönberg wurde der Gang zur Wahlurne bereits am vergangenen Montag und Dienstag durchgeführt. Gut 300 Schüler der 9. bis 11. Klassen nahmen nämlich an der bundesweiten Juniorwahl teil, die seit 1999 parallel zu den verschiedenen Wahlen auf Landes-, Bundes- oder Europaebene stattfindet.

Die Juniorwahl ist ein Projekt zur politischen Bildung an deutschen Schulen. Nach einer intensiven unterrichtlichen Vorbereitung bildet ein real simulierter Wahlakt parallel zur Bundestagswahl den Höhepunkt des Projekts. An der Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021 beteiligen sich in diesen Tagen 1,3 Millionen Schüler an bundesweit 4500 Schulen und deutschen Schulen im Ausland. Eines der Ziele des Projektes ist den Anteil der Nichtwähler zu senken und somit insbesondere auch die Wahlbeteiligung bei bildungsfernen Familien zu erhöhen. Dies ist nach ausführlichen Untersuchungen verschiedener Universitäten seit 1999 auch messbar gelungen.

An der GSP in Schönberg hat sich in diesem Jahr federführend der junge Lehramtsanwärter Kjell Ludwig zusammen mit der Klasse 11a und der Fachschaft Wirtschaft/Politik um das Projekt gekümmert. Wichtig dabei war die intensive Vorbereitung im Unterricht. So wurden die Wahlprogramme der einzelnen Partien besprochen, das Wahlsystem und die Bedeutung der einzelnen Stimmen erarbeitet und am Wahl-O-Mat teilgenommen. Zudem wurden für die Durchführung des eigentlichen Wahlvorganges je ein Klassenwahlvorstand und ein Schulwahlvorstand gebildet, die sich um das Verteilen der Wahlbenachrichtigungen und Stimmzettel und um das Auszählen der Stimmen kümmern. „Die Juniorwahl ist ein sehr gutes Werkzeug, um Demokratie zu erleben und zu üben. Das Projekt soll Schüler frühzeitig an das Thema Wahlen und Politik heranführen und sie auf die künftige Partizipation in der Gesellschaft vorbereiten“, sagt Kjell Ludwig und ergänzt, „es wird praxisnah Interesse an Politik geweckt, weil das Projekt aus den zwei Schwerpunkten unterrichtliche Einbindung und originalgetreue Wahlsimulation besteht.“

Als Frede, Melia und Pauline aus dem 9. Jahrgang der GSP den Wahlraum betreten, werden sie freundlich von Lotti Voigt, Sarah Blädel (beide 11a) und Kjell Ludwig begrüßt. Der Raum ist mit Info-Plakaten zum Wahlablauf dekoriert. Zwei „echte“ Wahlkabinen und eine verplombte Urne sind aufgebaut. Die drei Neuntklässlerinnen sind dem Wahlvorstand bekannt, müssen sich nach Abgabe der Wahlbenachrichtigung nicht ausweisen. Sie erhalten die Wahlzettel und betreten einzeln die Kabinen, machen ihre Kreuze und lassen den gefalteten Wahlzettel danach in der Urne verschwinden. „Das war sehr interessant, den Ablauf mal kennen zu lernen. Bald darf ich dann auch richtig wählen“, sagt Frede aus der Klasse 9a.

Auch die Ergebnisse der diesjährigen Juniorwahl können am kommenden Sonntagabend ab 18 Uhr online eingesehen werden. In der Woche darauf werden sie dann im Unterricht des Faches Wirtschaft/Politik auch an der GSP in Schönberg analysiert und aufgearbeitet. (Lü)