6. Juli 2026

„Take Part“ – Zu Besuch im Futurium Berlin

3 Tage in Berlin als Zeichen für die Nachhaltigkeit

Unsere Reise begann am Mittwochnachmittag, den 17.06.2026, am Kieler Hauptbahnhof. Völlig ahnungslos, was uns die nächsten Tage erwarten würde, stiegen wir in den Zug. Die Hinfahrt verlief entspannt – für die Deutsche Bahn schon fast ungewöhnlich.

In Berlin angekommen, waren wir alle vom Straßenverkehr überrascht: Hier wird offenbar mehr nach Gefühl als nach Regeln gefahren – das wurde in den folgenden Tagen für Lea fast zum Verhängnis. Unser Hotel lag nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Nach dem schnellen Gepäck-Abladen ging es direkt zum Abendessen: Kumpir, eine gefüllte Kartoffel mit Salat, Soßen, Fleisch und weiteren Köstlichkeiten. Das Restaurant lag versteckt in einem kleinen Hinterhof, in dem orientalische Musik lief – ein wirklich charmanter Ort. So endete unser erster Tag in Berlin.

Am Donnerstag ging es früh los, mit einem eher mäßigen Frühstück (ein Highlight: Marmelade in der Müslischale statt im Schälchen – aber das ist eine andere Geschichte). Nach einer kleinen Stadttour ging es weiter zum Futurium, wo die Veranstaltung „Take Part“ stattfand.

Dort entwickelten Schülerinnen und Schüler in Gruppen Produkte und Ideen, wie sich Nachhaltigkeit zukünftig leichter in den Alltag integrieren lässt. Unsere Gruppe entwarf eine Flasche aus Algen, die sich rückstandslos innerhalb von 14 Tagen selbst abbaut. Während die Schülerinnen und Schüler an ihren Projekten arbeiteten, erhielten die begleitenden Lehrkräfte eine Führung durch das Futurium und teilten sich anschließend in Workshops auf, in denen pädagogische Konzepte für die Unterrichtsgestaltung zu nachhaltigen Themen erarbeitet wurden. Im Anschluss fand ein Gallery Walk statt: Alle Teilnehmenden konnten durch die Ausstellung gehen, sich die verschiedenen Konzepte anhören und Feedback geben. Etwas enttäuschend war allerdings die Verpflegung – bei einem so zukunftsorientierten Ort hätten wir uns mehr als Käse- und Wurstbrote gewünscht. Trost spendeten anschließend vegane Donuts von Brammiballs Donuts, die wirklich überzeugten.

Nach einer kurzen Pause im Hotel ging es abends vietnamesisch essen – ebenfalls vegan, sehr lecker und mit toller Atmosphäre. Anschließend schlenderten wir noch ein wenig durch die Stadt, bevor der lange Tag zu Ende ging.

Freitag war unser letzter Tag in Berlin. Da das Hotelfrühstück fantastisch war, entschieden wir uns – ganz demokratisch – stattdessen in einem Café zu frühstücken. Es gab noch ein paar lustige Anekdoten, etwa ein angeblich gesichtetes Reh in der Spree (Fehlanzeige) und eine Tiergeschichte, bei der sich ein Pelikan im Laufe der Erzählung erst in einen Schwan und am Ende doch in eine Möwe verwandelte.

Die Rückfahrt verlief entspannt, und in Kiel trennten sich schließlich unsere Wege.

Zusammenfassend war es eine gelungene Reise nach Berlin – mit viel guter Laune, spannenden Eindrücken zum Thema Nachhaltigkeit und einigen Geschichten, die uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben werden.