info@gsp-schoenberg.de
0 43 44 / 16 18

Grenzenlose Freundschaft an der GSP

Freundschaftsbesuch aus Montfort-sur-Risle. Französische Schüler zum zweiten Mal zu Gast an der GSP in Schönberg.

„Bienvenue Montfort-sur-Risle“ steht in diesen Tagen in bunten Buchstaben auf einer großen Stelltafel in der schönen Eingangshalle der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg (GSP), die zudem mit unzähligen blau-weiß-roten Fahnen geschmückt ist. Ganz herzlich begrüßt werden damit 22 französische Schüler und ihre Lehrkräfte Manuela Möhring und Julien Capredon aus dem College Marcel Marceron in Montfort-sur-Risle, das in der Normandie südlich der französischen Stadt Rouen liegt.

Erst zum zweiten Mal sind französische Jugendlichen der siebten und achten Jahrgangsstufe aus Montfort-sur-Risle im Rahmen eines Schüleraustausches zu Besuch an der GSP und trotzdem ist das Verhältnis gleich warm und herzlich wie bei einer ganz langen intensiven Freundschaft. Schnell kommen die deutschen und französischen Schüler und Lehrkräfte in Kontakt, unterhalten sich auf Englisch, Deutsch oder Französisch und verstehen sich auf Anhieb prächtig. „Es ist eine große Freude in die strahlenden Gesichter der Schüler zu schauen. Diese Rückmeldung ist der Dank für die viele Arbeit, die in so einem Austausch steckt“, sagt GSP-Pädagogin Julia Woltersdorf, die den Austausch federführend organisiert und begleitet hat und dabei von ihren beiden Schönberger Kollegen Claudia Wagner und Heinz Beier unterstützt wird.

Die beiden französischen Lehrkräfte Manuela Möhring und Julien Capredon, die Schönberg zum zweiten Mal besuchen, können diesen Eindruck nur bestätigen: „Es ist für uns wie nach Hause kommen, wir fühlen uns hier wieder sehr wohl. Es sind schon schnell erste Freundschaften entstanden und die Schüler lernen in diesen Tagen unheimlich viel.“

Nach einer fünfzehnstündigen Busfahrt hatte GSP-Schulleiter Timo Hepp die Freunde aus Frankreich in der schmucken Schulaula begrüßt: „Ich bin ganz begeistert, dass wir so einen großartigen Austausch zwischen der französischen und unserer Schule zu unserem Portfolio zählen können. Jeder gemeinsame Moment wird euch bereichern, ihr dürft in diesen Tagen kurz vor der Europawahl die europäische Idee hautnah leben und erleben. Nutzt diese Gelegenheit mit offenen Ohren und Augen, ja mit allen Sinnen und amusez vous bien“, sagte der Schulleiter.

Das Programm, das Julia Woltersdorf und ihre Kollegen für die Begegnung auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen. Neben attraktiven Ausflügen nach Kiel und Lübeck und einem Rundgang durch Schönberg mit Besuch des Heimatmuseums stehen zahlreiche sportliche und künstlerische Aktivitäten auf dem Stundenplan. Ein Crepes-Verkauf, der Besuch der Schönberger Schul-Sternwarte und das Erstellen eines Reisetagebuches bilden die weiteren Höhepunkte der einwöchigen Begegnung, die auch durch Schönbergs Bürgermeister Peter Kokocinski als Gewinn für die Schule und die Gemeinde gewertschätzt wird.

Das Herzstück der deutsch-französischen Freundschaft aber ist neben den gemeinsamen Ausflügen und dem gemeinsamen Arbeiten an Projekten das Leben und Wohnen in den Familien. Am Wochenende und an den Abenden verbringen die Schüler gemeinsam ihre Freizeit. „Hier findet natürlich der größte Lernprozess für unsere Schüler statt, wenn es um das Kennenlernen verschiedener Lebensführungen, Toleranz und Verständnis geht. Ein großes Dankeschön an die deutschen Familien, die sich bereit erklärt haben einen französischen Schüler aufzunehmen“, sagen Julia Woltersdorf und Manuela Möhring.

Am kommenden Sonntag heißt es dann „au revoir“, Abschied nehmen. Aber bereits im September reisen die deutschen Schüler mit ihren Lehrkräften nach Montfort-sur-Risle, wo es dann am französischen College Marcel Marceron mit Sicherheit heißt: Herzlich Willkommen Schönberg. (Lü)