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Erster Austausch mit Frankreich ein HIt

Bienvenue aux amis de College Marcel Marceron. Französische Schüler besuchen erstmals GSP in Schönberg.

An der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg (GSP) stand in der vergangenen Woche alles im Zeichen der Tricolore. Aus dem französischen Montfort-sur-Risle in der Normandie waren vom anerkannten College Marcel Marceron 24 Schüler und ihre Lehrkräfte Manuela Möhring und Julien Capredon im Rahmen eines Schüleraustausches zu Gast. Und die französische Delegation war ausnahmslos angetan von dem siebentägigen Besuch in Schönberg.

„Die Gastfreundschaft, die uns von der Schule, der Gemeinde und den deutschen Familien entgegengebracht wurde, war überwältigend. Alle beteiligten Schüler haben sehr viel gelernt. Wir wollen diesen Schüleraustausch nun fest im Programm beider Schulen etablieren“, sagten Manuela Möhring und Julien Capredon. Das konnte GSP-Schulleiter Wolfgang Wittmaack schon vor der Abreise zusichern: „Wir sind sehr an dem Austausch mit unseren neuen französischen Freunden interessiert. Er ergänzt und bereichert unsere internationalen Partnerschaften, die wir schon sehr erfolgreich mit China, Estland und Schweden pflegen. Ein großes Dankeschön an alle Kollegen, die den Besuch organisiert haben und besonders an die Familien, die unsere Gäste aufgenommen haben.“

Für das Programm war federführend GSP-Pädagogin und Französischlehrerin Kim Bühlow verantwortlich. Zusammen mit ihren Kollegen Julia Woltersdorf und Heinz Beier hatte sie einen attraktiven und umfangreichen Ablaufplan zusammengestellt. Nach der Begrüßung durch die GSP-Schulleitung und Schönbergs Bürgervorsteherin Christine Nebendahl wurde in der Schule in deutsch-französischen Kleingruppen zusammen gebastelt, gezeichnet, geschauspielert, Sport getrieben, gebacken und gelernt. Einen ganzen Vormittag lang roch die Schule da nach köstlichen Crepes, die nach einem Originalrezept der Normandie gebacken und verkauft wurden. Ausflüge nach Kiel und Lübeck, der Besuch des Heimatmuseums, eine Schiffstour, ein historischer Rundgang durch Schönberg und ein Familientag rundeten die vielen Aktivitäten ab.

Herzstück des Austausches war neben dem gemeinsamen Arbeiten an Projekten das Wohnen und Leben der Franzosen in deutschen Familien. „Durch dieses intensive Zusammenleben wurde die sprachliche Kompetenz enorm erweitert. Waren die Schüler zunächst noch etwas schüchtern, haben sie schon ab dem zweiten oder dritten Tag toll miteinander auf Deutsch und Französisch kommunizieren können. Zudem wurden die Fähigkeiten zur Toleranz und zum gegenseitigen Verständnis der beiden Kulturen weiter entwickelt und das partnerschaftliche Miteinander gefördert. Es haben sich in dieser Woche Freundschaften entwickelt“, freute sich Kim Bühlow.

So flossen beim Abschied am vergangenen Samstagabend am Schönberger Eekenring auch einige Tränen. Die aber sollten schnell getrocknet werden können. Schon im kommenden September reisen die deutschen Schüler mit ihren Lehrern zum Gegenbesuch in die Normandie an das College Marcel Marceron nach Montfort-sur-Risle. Bon Voyage. (Lü)

400 Schüler des Kreises kicken an der GSP

 

Am Mittwoch, 25. April und Donnerstag, 26. April, werden die Sportplätze in Schönberg wieder zum Mittelpunkt des Schulfußballs im Kreis Plön. Auf dem Stundenplan stehen die Plöner Kreisentscheide in Deutschlands größten Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. Aus dem gesamten Kreis Plön haben sich dreißig Schulmannschaften in je drei Altersklassen bei den Jungen und Mädchen angemeldet. In sechs Turnieren mit zusammen fünfzig Spielen werden die diesjährigen Kreismeister ermittelt. Diese können sich dann über die Bezirks- und Landesmeisterschaften für das Bundesfinale in Berlin qualifizieren.

„Wir sind mit den Vorbereitungen voll im Plan und freuen uns auf unsere Gäste. Für die Unterstützung im Vorfeld ein großes Dankeschön an die Gemeinde Schönberg und den Bauhof, an den TSV Schönberg mit Jogi Brockmann und an unseren Förderverein, der Besucher und Aktive an beiden Turniertagen mit Leckereien versorgt“, sagt Sportfachleiter Heiko Lükemann von der Gemeinschaftsschule Probstei, der für die Organisation und Durchführung federführend verantwortlich ist. Gespielt wird jeweils ab 9 Uhr im Albert-Koch-Stadion und auf den Sportplätzen an der Strandstraße. Die Finalspiele sind zwischen 12 und 13 Uhr angesetzt. (Lü)

 

GSP-Freundschaft über die Kontinente hinweg

Internationale Jugendbegegnung zwischen der Probstei und Nanjing. Intensive Freundschaft über die Kontinente hinweg.

Die vergangenen zwei Wochen werden die 21 Jugendlichen aus der Probstei und ihre drei Begleiter wohl in ihrem Leben nie vergessen. Im Rahmen der internationalen Jugendbegegnung zwischen dem Kinder- und Jugendhaus Schönberg und der südchinesischen Millionenstadt Nanjing lebten sie zunächst eine Woche lang in chinesischen Familien und besuchten dann auf einer Rundreise Shanghai, Hangzhou, Suzhou und die Hauptstadt Peking. „Die Begegnung mit den chinesischen Jugendlichen, ihren Familien und ihrer Kultur war überwältigend. Wir haben so viel gelernt und erlebt, diese zwei Wochen haben unser Leben verändert und bereichert“, sagten Theresa Sindt und Eddy Thiel stellvertretend für das gesamte Team.

Seit nunmehr sechs Jahren besteht die internationale Jugendbegegnung, die das Schönberger Jugendhaus in enger Kooperation mit der Gemeinschaftsschule Probstei (GSP) ausrichtet. Herzstück der Beziehung ist die intensive Freundschaft mit der Middle School No. 50 in Nanjing. Im vergangenen Sommer waren zum dritten Mal Jugendliche der chinesischen Schule in Schönberg, nun erfolgte der Gegenbesuch, der mit einem umfangreichen Programm ausgestattet war. Eine Woche lang arbeiteten die chinesischen und deutschen Schüler an gemeinsamen Projekten, um sich und die Kulturen der jeweiligen Länder besser kennen zu lernen und zu verstehen. Die Kommunikation erfolgte ausnahmslos auf Englisch, nur im Notfall musste der junge, sympathische Dolmetscher Lou aushelfen.

Es wurden gemeinsame Turniere im Tischtennis, Basketball und Fußball organisiert, es wurde gemeinsam gekocht, gelernt, gewerkelt, musiziert und gemalt. Viele Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten der asiatischen und europäischen Lebenswelten wurden erkannt, medial kompetent aufbereitet und präsentiert. Durch die Unterbringung in den chinesischen Familien erhielten die Probsteier Jugendlichen tiefe Einblicke in den Alltag mit Beruf und Schule und in die Freizeitgestaltung. „Durch das enge Zusammensein mit der Familie hat sich eine Freundschaft entwickelt, die wir privat noch ausbauen wollen. Ich verstehe durch diese Begegnung wie wichtig Toleranz, partnerschaftliches Miteinander und gegenseitiges Verständnis sind“, sagte Hannah Bredehorn aus der Klasse 10d der GSP.

Sehr beeindruckt waren die Jugendlichen über die digitalen Fortschritte der Chinesen. „In einem Museum haben wir Toilettenpapier nur nach einem Gesichtsscan bekommen. Fast alle Waren, auch ein ganz normales Eis am Eisstand, werden bargeldlos mit dem Handy bezahlt und eine Kassiererin braucht es auch bald nicht mehr. Mit der vollen Einkaufstüte geht man schon in einigen Läden durch einen großen Scanner, der alle Waren erfasst und mit deinem Handy abrechnet. Übrigens auch deine Knöllchen beim Falschparken oder bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung“, erzählen Rune Rehm und Moritz Scharnberg. Bei der Rundreise mit Besuchen in einer Seidenfabrik, bei Teebauern, in verschiedenen Museen und in Kulturstraßen, beim Erklimmen der chinesischen Mauer und den Besichtigungen der Verbotenen Stadt in Peking und der Skyline auf der Prominiermeile Bund in Schanghai erweiterten die Schönberger Jugendlichen ihre topographischen, historischen und wirtschaftlichen Kenntnisse über das Land der aufgehenden Sonne.

„Natürlich hat auch China noch viele Probleme, aber die Digitalisierung und die wirtschaftliche Entwicklung mit all ihren Vor- und Nachteilen sind schon imposant. Und die Gastfreundschaft und Höflichkeit der Menschen ist beispielhaft und intensiv, besonders mit unseren Freunden in Nanjing um Schulleiter Li und seine Kollegen“, sagte GSP-Pädagogin Gesine Bertelsen, die die Jugendlichen zusammen mit ihrem Kollegen Heiko Lükemann und dem pädagogischen Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhauses Benjamin Langecker begleitete. Und alle Beteiligten aus Schönberg und Nanjing waren sich einig: Damit die intensive Freundschaft weiter so lebendig und lehrreich bleibt, werden im Sommer 2019 wieder Schüler der Middle School No. 50 aus Nanjing in Schönberg erwartet.  (Lü)