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GSP-Theater spielt "Good bye, Lenin!"

Heute, 31, März 2017, um 19 Uhr letzte Vorstellung:

GSP-Theater entführt seine Besucher mit „Good bye, Lenin!“ in die Wendezeit.

Mit der lockeren und amüsanten Aufführung von „Good bye, Lenin!“, frei nach dem preisgekrönten Film von Wolfgang Becker aus dem Jahr 2003, bringen die Theatermacher der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg (GSP) in dieser Woche ein Stück deutsche Geschichte humorvoll auf die Bühne. Wer sich über Mocca Fix Gold, Spreewaldgurken, Globus Grüne Erbsen, Mitropa, Datschen, Trabis und mehr informieren möchte und sich freudvoll in die DDR der Wendezeit entführen lassen will, hat heute Abend dazu die letzte Gelegenheit. Um 19 Uhr startet in der Pausenhalle der GSP die Derniere, für die Restkarten an der Abendkasse ab 18.30 Uhr noch erhältlich sind.

Wenn gleich nach dem stimmungsvollen musikalischen Auftakt der rote Vorhang fällt, ist der Besucher eingezogen in eine typische Plattenbauwohnung irgendwo in Ostberlin, herrlich gestaltet von den Bühnenbildnern um GSP-Pädagogin Doris Kullik. Da ziert eine braune Tapete mit Kreismustern die Wände, bunte Häkel- und Strickdeckchen liegen auf Bett und Tisch, die Küchenschränke sind in orange gehalten und natürlich thront über allem ein Bild des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker. Die Geschichte ist schnell erzählt. „Na toll, jetzt habe ich eine todkranke Mutter, eine nervige Arbeit und eine beleidigte Freundin!“, sagt Alex. Der hat es wirklich nicht leicht. Seine Mutter, die im Koma liegend die Wende verschlafen hat, liegt zu Hause im Bett und muss rund um die Uhr betreut werden, ohne dass sie etwas merkt von der Auflösung der DDR. Denn das würde die überzeugte Sozialistin mit Sicherheit umbringen. So tut Alex mit seinen Freunden und seiner Familie alles, um der Mutter zu suggerieren, dass es die DDR noch gibt. Ein schwieriges Unterfangen, das mit vielen humorigen Einfällen und Ideenreichtum erfolgreich durchgesetzt wird…  

Jonathan Hein als Alex, Hannah Bredehorn als seine Mutter und Zoe Schüler als seine Freundin spielen textsicher ihre Hauptrollen und überzeugen ebenso wie Jon Horstmann und Jessica Blettenberg, die gleich in mehrere Rollen schlüpfen. Und auch die Akteure der Nebenrollen machen ihre Sache gut. Die technischen Probleme der Generalprobe am vergangenen Montag konnten in den verschiedenen Aufführungen der letzten Tage behoben werden und machen die Inszenierung sicher und rund. Wie immer ist beim GSP-Theater alles selbst gemacht: Die fröhliche Musik, die überaus gelungenen Bühnenbilder und Kostüme, stimmungsvolle Effekte bei Ton und Licht und das Büffet des GSP-Fördervereins. Besonders beeindruckend sind originalgetreue Film-Mitschnitte der DDR-Geschichte, die ebenso wie die Erklärung verschiedener Begriffe den Zuschauern auf großen Leinwänden zusätzliche Orientierungshilfen geben. „Die viele Arbeit hat sich wieder gelohnt. Nach den Klassikern in den vergangenen Jahren konnten wir heute in die deutsche Geschichte eintauchen. Das hat mir prima gefallen“, lobte GSP-Konrektor Walter Rath sein GSP-Theaterensemble.

Die Mitwirkenden des GSP-Theaters „Good bye, Lenin!“: Regie: Katharina Klein, Alex: Jonathan Hein, Seine Mutter: Hannah Bredehorn/Tia von Mandel, Ariane: Chantal Bernas/Sinem Gedik, Lara: Zoe Schüler/Chaleen Krause, Denise: Leonie Greve, Dr. Mewes/Rainer/Vater: Jon Horstmann, Stasi-Mitarbeiterin/Schulleiterin/Pförtner: Jessica Blettenberg, Bühnenbild: Doris Kullik, Musik: Marcus Bense, Technik: Thorsten Dahinden/Bruno Schwab, Kostüme: Leonie Sommerwerck. (Lü)